Regenwassernutzung
100 m² Garten benötigen jährlich rund 60.000 Liter Wasser
Eine Reihe heißer Sommertage setzen dem Garten ganz schön zu: Spielwiesen
vergilben und Blumenbeete trocknen aus. Wer sich unabhängig von Petrus'
Segen eine grüne Oase erhalten will, muss seinen Garten regelmäßig beregnen.
Bei steigenden Trinkwasserpreisen macht sich das allerdings auch auf der
Wasserrechnung bemerkbar. Somit ist eine Regenwassernutzung von WTA -
Theisen die logische Erweiterung Ihrer Gartenbewässerung. Aber eine
Regenwassernutzung kann mehr! Denn für einen 100 m² großen Garten werden
jährlich rund 60.000 Liter Wasser benötigt. Eine Regenwassernutzungsanlage,
die jederzeit auch nachträglich installiert werden kann, bringt hier eine
deutliche Geldersparnis. Sie liefert das kostenlose Nass je nach Bedarf aus
einer Zisterne. Und das Regenwasser kann nicht nur für den Garten, sondern
auch für die Toilettenspülung und die Waschmaschine eingesetzt werden.
Wie man den Wasserverbrauch mittels Regenwassernutzung wirksam senkt
Bei der Toilettenbenutzung fließen pro Person täglich etwa 24 Liter in die
Kanalisation. Dieses Wasser muss beim örtlichen Wasserversorger eingekauft
werden. Wer Regenwasser sammelt und im Haushalt einsetzt, kann sparen. Der
Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat ermittelt, wie viel Wasser
man mit einer Regenwassernutzungsanlage gewinnt:
Anlagen zur Nutzung von Regenwasser fangen das Wasser, das
über die Dachflächen eines Gebäudes fließt, in einem Behälter aus
Kunststoff, Beton oder Stahl auf. Die Sammelstelle befindet sich entweder im
Gebäude oder in frostfreier Tiefe außerhalb des Hauses. Ein Filter sorgt
dafür, dass nur sauberes Wasser in den Speicher fließt. Dieses wird mittels
einer Pumpe durch Leitungen zu den Verbrauchsstellen befördert,
beispielsweise einer Toilette.
Nach Auskunft des ZVSHK lassen sich mit einer Anlage zur Nutzung von
Regenwasser im Haushalt pro Person und Tag ca. 42 Liter Wasser
einsparen: • 24 Liter beansprucht die Toilettenspülung, • zehn Liter werden
für das Wäschewaschen benötigt und • acht Liter fließen beim Putzen durch
die Leitungen. • Wer außerdem den Garten bewässert, spart jährlich pro
Quadratmeter Fläche 60 Liter ein.
Wasserbilanz für unsere private
Regenwassernutzung (Toiletten, Waschen und Garten): 60% Regenwasser - 40%
Trinkwasser
Regenwasserversickerung unter Kontrolle
Die öffentliche Forderung nach einer flächigen dezentralen Rückhaltung bzw.
Versickerung von Regenwasser wächst angesichts immer öfter auftretender
Flutkatastrophen ständig. Optimal ist die Kombination von Regenwassernutzung
mit einem Versickerungssystem. Durch Regenwassernutzung können 50% des
Trinkwassers leicht und ohne Komfortverlust ersetzt werden. Man spart so
nicht nur teures Trinkwasser, sondern auch Abwassergebühren durch eine
nachgeschaltete Versickerung. Natürlich erhalten Sie durch uns nicht nur
nötige Informationen zu diesen Themen sondern auch kompetente Beratung,
Planung und nicht zu Letzt auch die dazugehörigen Komponenten. Entweder über
unseren wohl sortierten Online-Shop im Versand zum Selbstbau oder aber
inklusive Installation durch uns.
Grauwasser - eine unbekannte Wasserressource
Die Wiederverwendung von Dusch- und Badewasser bietet noch weitgehend
ungenutzte Möglichkeiten, Trinkwasser im Haus in größeren Mengen zu
ersetzen. Die Techniken zur Aufbereitung sind ausgereift, und es lassen sich
bereits bemerkenswerte Wasserqualitäten erzielen.
Grauwasser hat seinen
Namen eigentlich nicht verdient. Denn die Perspektiven, die diese bei weitem
noch nicht ausreichend genutzte Ressource bietet, sind alles andere als
trist und grau. Grauwasser kommt aus der Badewanne, der Dusche und dem
Handwaschbecken und ist nicht fäkalhaltig. Nach der Europäischen Norm
12056-1 gehören auch noch hoch belastete Abwässer aus Küche und
Waschmaschinen dazu. Für die weitere Nutzung kommen allerdings nur die drei
erstgenannten Bereiche in Frage. In Grauwasser-Recycling-Anlagen können
täglich zwischen einem und 150 Kubikmeter des Restwassers zu Klarwasser
aufbereitet werden. Im Haushalt können dadurch leicht 50% des
Trinkwasserbedarfs ersetzt werden, durch Verwendung des Grauwassers zur
Toilettenspülung und Bewässerung des Gartens.
Die
Wasser-Recycling-Anlagen arbeiten in zwei Schritten.
•
In der ersten Phase wird biologisch aufbereitet und mit Sauerstoff
angereichert. Spezielle Reinigungsbakterien verarbeiten biologisch abbaubare
Inhalte.
• Im zweiten Schritt wird durch eine Membran hindurch
hygienisiert. Bei einer Porengröße von 0,00005 Millimetern werden alle
Inhaltsstoffe zurückgehalten, selbst Zigarettenrauch kommt da nicht durch.
Die Anlagen gibt es in unterschiedlichen Größen, für das Einfamilienhaus
ebenso wie für Großgebäude, Hotels etwa. Sie können sowohl im Haus
aufgestellt werden wie auch im Erdboden installiert sein. Es sind
Zwei-Kammer-Systeme - in den Klarwasser-Behälter kann zusätzlich Regenwasser
eingeleitet werden. Die Steuerung sorgt dafür, dass bei leerem Speicher
automatisch Trinkwasser zugespeist wird. Mit der Zweifachnutzung lässt sich
viel Geld sparen. Sie steht darüber hinaus für eine größere Unabhängigkeit
von den Preisen des Wasserversorgers, reduziert die Abwasserbelastung und
schont damit zugleich die Umwelt. Außerdem werden die Anlagen gefördert.
Zwar gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung. Die Länder haben aber
individuelle Programme aufgelegt. Hamburg zum Beispiel bezuschusst mit 1.500
Euro beim Einbau einer Grauwasser-Recycling-Anlage